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Bald ist es soweit, in knapp 3 Wochen können die ersten Käufer das Apple iPhone X in ihren Händen halten. Bis dahin – und natürlich auch danach – müssen User Interface Designer Ihre Apps an das neuartige Displaydesign anpassen. Wie sollte man mit der „Einkerbung“ oder den, so wie Apple es liebevoll nennt, „Ohren“ umgehen? Und wie behandelt man am Besten die Rundungen des Displays?

Der einfachste, aber zugleich auch schlechteste Weg, wäre es einfach oben und unten einen schwarzen Balken zu platzieren. Damit werden die Probleme gelöst, aber zu einem hohen Preis. Die App wirkt dadurch im Verhältnis sehr klein, eingekesselt. Optimal wäre es, den ganzen OLED Screen zu nutzen. Dafür müssen die Bedienelemente und Texte vom oberen und unteren Rand gelöst werden. War die Statusleiste bisher beispielsweise immer 20 px hoch, nimmt diese jetzt 44 px in Anspruch. Und erst unter diesen 44 Pixeln sollten diese Elemente platziert werden.

Aber auch unten sollten diese 44 px zu Herz genommen werden, damit keine wichtigen Elemente zu nah an den Rundungen des Displays sind. Apple passt auch bereits fleißig seine eigenen Applikationen an. Dem ein oder anderen sind sicher schon die teils sehr großen Abstände von Schrift unter iOS 11 nach oben hin aufgefallen. Gut zu sehen in der Kontakte Applikation. Ich hoffe, dass sich die User Interface Experten von Apple aber nochmal hinsetzen und Apple wenigstens die eigenen Apps auf jedes Gerät anpasst.

Denn ich befürchte immer mehr, dass Apple anfängt zu fragmentieren. Aktuelle haben wir folgende iOS Geräte mit verschiedenen Abmaßen: iPhone SE, iPhone 8, iPhone 8 plus, iPhone X, iPad mini, iPad Air, iPad Pro 10.5, iPad Pro 12,9. Also jeweils 4 verschiedene Abmäße bei iPhone und Tablet. Momentan kommt Apple selber noch hinterher, viele Entwickler aber nicht. Gerade beim iPad Pro gibt es sehr viele, nicht auf die Größe angepasste Apps.

Wer mehr zu diesem Thema wissen will, kann gerne Apples „Human Interface Guidlines“ zum iPhone X lesen. Hier zu finden.